Erwin Döring gehörte zu den prägendsten und renommiertesten deutschen Fotografen. Sein einzigartiges Werk umfasst Beobachtungen aus sechs Jahrzehnten in Kultur und Gesellschaft. Es begann in einer vergangenen Epoche in einem Land, das nicht mehr existiert und endete im wiedervereinten Deutschland.
Der Kern seines Schaffens ist die Theaterfotografie.
Bereits während seines Studiums zum Fotografiker an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, begann sein Schaffen an den Staatsbühnen Dresden. Ein bildender Künstler fotografierte darstellende Künstler. Bildgewaltige und intensive Motive zeigen dabei die Handschrift des Fotografen, der über seine Leidenschaft zur Fotografie, diese auf seine Fotos übertrug.
Er dokumentierte den Aufbau der Semperoper und nach deren Wiedereröffnung fotografierte er ausschließlich an diesem Hause mit Weltruf. Darüber hinaus dokumentierte er den Alltag der DDR und widmete sich der Kunst der Naturfotografie.
Seine Arbeiten wurden zahlreich national und international ausgezeichnet und ausgestellt. Unter anderem erhielt er 1975 als erster und einziger Fotograf der DDR den renommierten WORLD PRESS PHOTO Award.
Am 15. Februar 2025 starb er gemeinsam mit seiner Frau bei einem tragischen Wohnungsbrand in Dresden.
Ein Teil des Archivs wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen. Mit der fortschreitenden Aufarbeitung wird das gesamte vorhandene Werk als Kulturgut erhalten bleiben.
Mit diesem Archiv soll das gesamte vorhandene Bildmaterial als Kulturgut erhalten bleiben.
Digitalisierung
Die Digitalisierung des Archivs erfolgt mit einem hohen technischen und immensen zeitlichen Aufwand. Zum größten Teil ist das Bildmaterial in schwarzweiß. Als Vorlage dienen dazu viele tausende Vintage-Baryt-Abzüge von 18 x 24 bis 50 x 60 (in cm), sowie einige Sonderformate. Dazu das Filmmaterial, hauptsächlich in Mittelformat (6 x 6) und Kleinbild, vorwiegend als Negativ, aber auch als Diapositiv.
Rechtsnachfolger
Rechtsnachfolger sind die beiden Söhne, selbst als Fotografen aktiv, Olaf Döring und Sven Döring.
Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, das gesamte Lebenswerk ihres Vaters, sowohl analog, als auch digital zu archivieren, zu pflegen und zu katalogisieren. Ziel ist es, das gesamte Fotomaterial als Kulturgut für die Nachwelt zu erhalten und zugänglich zu machen.
Bildanfragen
Vielen Dank für Interesse an dem Archivmaterial. Für daraus resultierende Bildanfragen, nutzen Sie bitte das Kontaktformular. Weiter besteht die Möglichkeit zu Kontaktaufnahme via Mail oder Telefon. Fühlen Sie sich frei! Alle Anfragen werden zeitnah und ausführlich beantwortet.Bitte beachten Sie, die hier gezeigten Motive verstehen sich nur als eine Übersicht und ist nur ein Teil des Archivs.
